Bericht über die Chorfahrt nach Vilnius
Unsere Reise nach Vilnius war für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis – voller Musik, Begegnungen und gemeinsamer Abenteuer.
Tag 1 – Ankommen und erste Eindrücke
Nach einer langen Anreise kamen wir am Abend in Vilnius an. Die Müdigkeit war groß, aber die Freude überwog. Die litauischen Gastgeber empfingen uns herzlich und sorgten dafür, dass wir uns sofort wohlfühlten. Nach einer ersten Kennenlernrunde mit Liedern und einer Führung durch die Schule war das Highlight des Tages für viele ein Spaziergang zum Supermarkt – ein Klassiker unter Jugendlichen. Nach einem warmen Abendessen ging es früh ins Hotel, um Kraft für die kommenden Tage zu sammeln.
Tag 2 – Proben und Altstadt
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Musik. Am Vormittag wurde intensiv gearbeitet, bevor wir nach dem Mittagessen die Altstadt von Vilnius erkundeten. Die Stimmung war ausgelassen, und alle genossen die gemeinsame Zeit. Der krönende Abschluss des Tages war unser Auftritt am festlich geschmückten Tannenbaum vor der Kathedrale – Vilnius trägt nicht umsonst den Titel „Weihnachtshauptstadt“.
Tag 3 – Probenmarathon und Fernsehturm
„Arbeit, Arbeit, Arbeit“ – so könnte man den dritten Tag zusammenfassen. Nach dem Frühstück ging es direkt in die Schule zu intensiven Proben. Am Nachmittag besuchten wir den Fernsehturm, doch dichter Nebel verhinderte die Aussicht. Die Kinder nahmen es mit Humor und gönnten sich stattdessen Snacks und Süßigkeiten. Am Abend gab es Pizza für alle – eine wohlverdiente Belohnung vor dem großen Tag.
Tag 4 – Showtime!
Der vierte Tag war der Höhepunkt unserer Reise. Nach einer letzten Generalprobe stieg die Spannung: Um 15 Uhr begann unser Konzert vor zahlreichen Gästen, darunter Vertreter der Deutschen Botschaft, der Deutschen Schule in Vilnius und sogar seine Exzellenz Georg Gänswein. Das polnische Fernsehen war vor Ort, Interviews wurden geführt – und unsere Kinder lieferten eine überragende Vorstellung. Die Rückmeldungen waren überwältigend: Sie sind über sich hinausgewachsen und haben einen „Sternenregen“ auf die Bühne gezaubert. Nach dem Konzert folgte ein gemeinsames Essen und eine ausgelassene Party in der Aula – ein perfekter Abschluss für diesen besonderen Tag.
Tag 5 – Abschied mit Tränen
Schon am Vorabend des Abschieds flossen Tränen. Die neu entstandenen Freundschaften waren so intensiv, dass viele Kinder fragten, ob wir nicht länger bleiben könnten. Am letzten Tag trafen wir uns noch einmal mit unseren neuen Freunden und verbrachten die Zeit im Trampolinpark oder beim Kartfahren. Um 12 Uhr hieß es auschecken und Daumen drücken für einen reibungslosen Rückflug. Niemand wollte gehen – ein deutliches Zeichen dafür, wie tief diese Begegnung gewirkt hat.
Fazit:
40 Kinder, sechs Tage, weit weg von zuhause – und kein einziges „Ich will heim“. Stattdessen Musik, Freundschaft und unvergessliche Momente. Wir sind stolz auf diese großartige Gruppe und dankbar für die herzliche Gastfreundschaft in Vilnius.